Entwicklungsminister trifft sich mit WWF Vorstand

Gestern haben sich der Bundesentwicklungsminister, Dr. Gerd Müller, und der Vorstand des WWF Deutschland, Eberhard Brandes getroffen. Thema ihres Gespräches waren die gemeinsamen Projekte im Bereich Naturschutz und Armutsbekämpfung. In diesem Zusammenhang wurde auch die Fortschritte im KAZA Projekt erörtert.

Bei KAZA stehen momentan die Einrichtung bzw. die Verbesserung der Parkinfrastruktur, die Ausbildung von Wildhütern und die Festlegung von Wildtierkorridoren auf der Tagesordnung. Durch diese Maßnahmen soll nachhaltige Tourismus in den Ländern Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe gefördert und so der lokalen Bevölkerung eine ressourcenschonende Einkommensquelle eröffnet werden.

Deutschland trägt mit einer Fördersumme von 35,5 Millionen Euro wesentlich zum Gelingen des Projektes, das noch bis 2021 unterstützt werden soll, bei.

Fernseh Tipp

Zurzeit läuft im MDR eine zweiteilige Dokumentation über KAZA. Der erste Teil der Sendung wurde bereits ausgestrahlt und ist im Internet über die Mediathek der ARD abrufbar. Der zweite Teil wird am Sonntag, den 21.07.2013 um 10.15 Uhr gesendet.
Der erste Teil beschäftigt sich vor allem mit den Elefanten des Chobe Nationalparks und ihren Artgenossen, die während der Trockenzeit ebenfalls die Ufer des Chobe Flusses aufsuchen. Dies führt zu einer zu hohen Elefantendichte und es wird befürchtet, dass die Elefanten durch ihren großen Hunger ihren eigenen Lebensraum zerstören könnten. Abhilfe könnte eines „Auswanderung“ der Elefanten in die tierarmen Naturschutzgebiete des Caprivi-Zipfels in Namibia und den Süden Angolas sowie in den Kafue Nationalpark in Sambia bieten. Die Sendung stellt den Wissenschaftler Dr. Michael Chase vor, der die Wanderrouten der Elefanten erforscht und so hilft die Lage sogenannter grüner Korridore, die die Dickhäuter für ihre Wanderung benötigen, festzulegen. Dabei wird auch auf den Konflikt von ansässiger Bevölkerung und wandernden Elefanten eingegangen. Außerdem wird das Konzept der Conservancies vorgestellt, die den einheimischen Gemeinden unter der Leitung ihrer traditionellen Stammesoberhäupter, am Profit durch die Nutzung der Natur zu partizipieren. So werden zum Beispiel von den Gemeinden Lodges oder Campingplätze betrieben oder Jagdkonzessionen vergeben.
Im zweiten Teil der Sendung wird von den Elefanten berichtet, die in der Linyanti-Ebene im Norden von Botswana leben. Jede Nacht überqueren sie die Grenze zu Namibia, weil sie dort Wasser finden, kehren dann aber wieder nach Botswana zurück. In einigen Teilen Botswanas werden solche Wanderungen durch Viehzäune behindert. Diese sollen die Übertragung der Maul- und Klauenseuche von Wildtieren auf die Rinder der Farmer verhindern. Dadurch wird vielen Wildtieren der Zugang zum Okavangodelta versperrt.
Dagegen kämpft Angola mit einem ganz anderen Problem. Im jahrelangen Bürgerkrieg wurden weite Teile des Landes vermint. Und auch heute, 10 Jahre nach Kriegsende, sind noch längst nicht alle Minen geräumt.

Namibia erhält Unterstützung für KAZA

Beeindruckt zeigte sich der deutsche Entwicklungsminister Niebel von seinem Besuch des Naturschatzprojektes KAZA. Das Projekt verbindet die Interessen eines länderübergreifenden Naturschutzes mit der wirtschaftlichen Entwicklung der lokalen Bevölkerung und bekämpft damit aktiv die Armut. Hierfür stellt die Bundesregierung 35,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Verfügung. Im Rahmen seiner Besuche in Namibia und Sambia traf der Entwicklungsminister mit dem für Tourismus- und Umwelt in Nambia zuständigen Minsiter Uahekua Herunga zusammen. Es wurde vereinbart, dass Nambia im Rahmen einer bilateralen Zusammenarbeit weitere 12,5 Millionen Euro zur Unterstützung des KAZA Projektes erhält. Damit fließen nun insgesamt 48 Millionen Euro an deutscher Entwicklungshilfe in das KAZA Projekt.

Bundesentwicklungsminister besucht KAZA

Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel hat am Samstag zu einer Reise in das südliche Afrika aufgebrochen. Er wird die Staaten Namibia und Sambia besuchen. Im Mittelpunkt seines Interesses steht die Region KAZA, ein grenzüberschreitendes Naturschutzprojekt, das mit Geldern des Ministeriums für Entwicklungshilfe unterstützt wird. Die KAZA Region (der Name leitet sich von den beiden Flüssen Kavango und Zambesi, die das Gebiet durchquerna ab) umfasst Regionen der Länder Botswana, Namibia, Angola, Sambia und Simbabwe. Ziel ist es ein so Niebel, grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet zu schaffen, in dem die Bioversität erhalten und zugleich eine nachhaltige Entwicklung des lokalen Tourismus ermöglicht wird. Dadurch sichert KAZA auch die politische Stabilität in der Region. Durch die Beteiligung von der örtlichen Bevölkerung am Gewinn aus dem Tourismus wird die lokale Wirtschaft gestärkt.

Niebel wird im Verlauf seiner Reise zwei nationalpakrs besuchen, die im Gebiet von KAZA liegen, den Khaudum Nationalpark in Namibia und den Sioma Ngwezi Nationalpark in Sambia. Vor Ort wird er sich über die Entwicklung der parks informieren und auch mit Vertretern des World Wildlife Fund for Nature (WWF), der Peace Park Foundation und Futouris, einer Nachahltigkeitsinitiative europäischer resieverantstalter zusammentreffen. Auch diese Organisationen sind neben den Regierungen der einzelnen KAZA-Länder an der Entwicklung der Region und der Verwirklichung der KZA Idee beteiligt.

Das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt das KAZA Projekt mit insgesamt 35,5 Millionen Euro.

Quelle: http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/2013/mai/130517_pm_103_Biodiversitaeterhalten-lokale-Entwicklung-foerdern-Frieden-sichern-Bundesentwicklungsminister-Dirk-Niebel-reist-nach-Namibia-und-Sambia/