Fernseh Tipp

Zurzeit läuft im MDR eine zweiteilige Dokumentation über KAZA. Der erste Teil der Sendung wurde bereits ausgestrahlt und ist im Internet über die Mediathek der ARD abrufbar. Der zweite Teil wird am Sonntag, den 21.07.2013 um 10.15 Uhr gesendet.
Der erste Teil beschäftigt sich vor allem mit den Elefanten des Chobe Nationalparks und ihren Artgenossen, die während der Trockenzeit ebenfalls die Ufer des Chobe Flusses aufsuchen. Dies führt zu einer zu hohen Elefantendichte und es wird befürchtet, dass die Elefanten durch ihren großen Hunger ihren eigenen Lebensraum zerstören könnten. Abhilfe könnte eines „Auswanderung“ der Elefanten in die tierarmen Naturschutzgebiete des Caprivi-Zipfels in Namibia und den Süden Angolas sowie in den Kafue Nationalpark in Sambia bieten. Die Sendung stellt den Wissenschaftler Dr. Michael Chase vor, der die Wanderrouten der Elefanten erforscht und so hilft die Lage sogenannter grüner Korridore, die die Dickhäuter für ihre Wanderung benötigen, festzulegen. Dabei wird auch auf den Konflikt von ansässiger Bevölkerung und wandernden Elefanten eingegangen. Außerdem wird das Konzept der Conservancies vorgestellt, die den einheimischen Gemeinden unter der Leitung ihrer traditionellen Stammesoberhäupter, am Profit durch die Nutzung der Natur zu partizipieren. So werden zum Beispiel von den Gemeinden Lodges oder Campingplätze betrieben oder Jagdkonzessionen vergeben.
Im zweiten Teil der Sendung wird von den Elefanten berichtet, die in der Linyanti-Ebene im Norden von Botswana leben. Jede Nacht überqueren sie die Grenze zu Namibia, weil sie dort Wasser finden, kehren dann aber wieder nach Botswana zurück. In einigen Teilen Botswanas werden solche Wanderungen durch Viehzäune behindert. Diese sollen die Übertragung der Maul- und Klauenseuche von Wildtieren auf die Rinder der Farmer verhindern. Dadurch wird vielen Wildtieren der Zugang zum Okavangodelta versperrt.
Dagegen kämpft Angola mit einem ganz anderen Problem. Im jahrelangen Bürgerkrieg wurden weite Teile des Landes vermint. Und auch heute, 10 Jahre nach Kriegsende, sind noch längst nicht alle Minen geräumt.

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