Communities

Ein Hauptgedanke von Kaza ist es, die ansässigen Gemeinden (Communities) am Gewinn, der durch die Nutzung der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt für den Tourismus erzielt wird, zu beteiligen. Hierzu werden unter anderen sogenannte Gemeindeschutzgebiete (Conservancies) eingerichtet. Jede Gemeinde kann dabei entscheiden, wie sie ihr Land nutzen wollen. Dabei werden die Stammesführer von Experten des KAZA-Projektes beraten. In vielen Fällen wird das Land aufgeteilt in Bereiche für die landwirtschaftliche Nutzung, um Lebensmittel für den Eigenbedarf der Gemeinde anzubauen oder Haustiere zu halten und Naturschutzgebieten, in den die Wildtiere geschützt sind. Dort können Lodges oder Campingplätze betrieben werden, die Arbeitsplätze für die Bevölkerung bereitstellen. Darüber hinaus wird z. B. vom Staat Namibia eine Abschussquote für Wildtiere festgelegt. Und die einzelnen Communities können entscheiden, sie an zahlungskräftige Trophäenjäger weiterzugeben. Andere Gemeinden vermarkten Heilpflanzen wie die Teufelskralle. Dabei beraten Experten von Kaza die Sammler, um eine nachhaltige, umweltverträgliche und langfristige Nutzung zu gewährleisten. Der Erlös all dieser Maßnahmen wird von den Gemeinden zum Beispiel für den Bau von Schulen genutzt. So erhöhen die Einnahmen aus der Nutzung der Natur die Akzeptanz für Umwelt und Wildtiere, beugen Wilderei und Raubbau vor und verbessern die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung.

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